Stand: 01. Juni 2026 – Die Immaculata-Statue, die sich einst an der Oberen Hauptstraße 37 in Herxheim befand, ist verschwunden. Ihr Verbleib ist bis heute ungeklärt. Bekannt ist lediglich, dass Nachfragen gestellt wurden und seitens der zuständigen Denkmalschutzbehörde sogar eine Ortsbegehung angekündigt worden sein soll.
Doch was ist seitdem passiert?
Nach dem derzeit bekannten Stand: nichts.
Monate vergehen – Antworten bleiben aus
Wer eine Behörde auf einen möglichen Verlust oder die Entfernung eines kulturhistorisch bedeutsamen Objekts aufmerksam macht, darf erwarten, dass der Vorgang geprüft wird. Noch mehr gilt dies, wenn eine Ortsbegehung ausdrücklich angekündigt wird.
Doch am 01. Juni 2026 steht weiterhin dieselbe Frage im Raum wie zu Beginn der Angelegenheit:
Wo befindet sich die Statue?
Bis heute liegt offenbar keine öffentliche Erklärung zum Verbleib vor. Ebenso wenig ist bekannt, ob die angekündigte Ortsbegehung tatsächlich durchgeführt wurde oder welche Erkenntnisse daraus hervorgegangen wären.
Das eigentliche Problem ist die fehlende Kommunikation
Behörden können Zeit benötigen. Recherchen können aufwendig sein. Akten müssen geprüft werden. All das ist nachvollziehbar.
Schwer nachvollziehbar ist dagegen, wenn nach einer Ankündigung über Monate hinweg keine weiteren Informationen folgen.
Gerade bei Vorgängen mit lokalgeschichtlicher Bedeutung erwarten Bürger Transparenz und nachvollziehbares Verwaltungshandeln. Werden Fragen gestellt, sollte zumindest erkennbar sein, dass an deren Beantwortung gearbeitet wird.
Verantwortung endet nicht bei einer Ankündigung
Die Zuständigkeit für den Vorgang liegt nicht im luftleeren Raum. Je nach Sachlage sind die Denkmalschutzbehörden, die Kreisverwaltung und gegebenenfalls weitere Fachstellen eingebunden.
Mit der Ankündigung einer Ortsbegehung wurde signalisiert, dass Handlungsbedarf gesehen wird. Umso erstaunlicher wirkt es, wenn anschließend über einen längeren Zeitraum keinerlei neue Informationen bekannt werden.
Eine angekündigte Maßnahme ersetzt keine durchgeführte Maßnahme.
Offene Fragen bleiben offen
Bis heute sind zentrale Punkte ungeklärt:
- Wer hat die Statue entfernt?
- Wann erfolgte die Entfernung?
- Wohin wurde die Figur verbracht?
- In wessen Besitz befindet sie sich heute?
- Wurde die Entfernung dokumentiert?
- Welche Schritte haben die zuständigen Stellen bislang tatsächlich unternommen?
Solange diese Fragen unbeantwortet bleiben, bleibt nicht nur der Verbleib der Statue ungeklärt. Es bleibt auch der Eindruck, dass die Aufklärung des Vorgangs nicht mit der notwendigen Konsequenz verfolgt wird.
Vertrauen entsteht durch Transparenz
Verwaltung lebt vom Vertrauen der Bürger. Dieses Vertrauen entsteht nicht durch Ankündigungen, sondern durch nachvollziehbare Ergebnisse und offene Kommunikation.
Am 01. Juni 2026 bleibt festzuhalten: Die Immaculata-Statue ist weiterhin verschwunden. Ihr Verbleib ist unbekannt. Und von den zuständigen Stellen sind nach der Ankündigung weiterer Prüfungen offenbar keine neuen Informationen mehr bekannt geworden.
Je länger dieser Zustand anhält, desto drängender wird die Frage, warum ein vergleichsweise überschaubarer Vorgang offenbar bis heute nicht abschließend geklärt werden konnte.
Gemeinsam für die Region
André Braselmann
ist ein unabhängiger Freier Journalist aus der Verbandsgemeinde Rülzheim in der Region Südpfalz.
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